USP · Konzept · 5 Min Lesezeit

Frühstück bis 15 Uhr in Wien.
Warum eigentlich nicht?

Die meisten Wiener Cafés lassen den Frühstücks-Vorhang um 11 Uhr fallen. Wir haben das seit Jahren nicht mehr mitgemacht – und erklären warum.

Von Onur Eyer · 18. Juli 2026

Es ist Sonntag, 12:45 Uhr. Du hast bis 11 geschlafen, dich in Ruhe geduscht, deiner Freundin geschrieben "Frühstück?", jetzt seid ihr am Yppenplatz und wollt was Warmes essen. In den meisten Wiener Cafés heißt es jetzt: "Frühstück ist vorbei, wir haben nur noch Mittagskarte."

Bei uns nicht. Wir servieren Bio-Frühstück täglich bis 15 Uhr. Nicht als Marketing-Trick, sondern aus einer sehr einfachen Beobachtung: das echte Leben unserer Gäste hält sich nicht an die "Frühstück nur bis 10:30"-Regel.

Wer isst nachmittags Frühstück?

Sehr viele Menschen, wie sich zeigt. Ein paar Kategorien, die wir bei uns regelmäßig erleben:

Warum machen andere Cafés nicht mit?

Kurze Antwort: weil's einfacher ist. Klassische Frühstückskarte 8-11, Mittagskarte 12-15, Abendkarte ab 18. Klare Küchenzeiten, wenig Umstellung, planbare Personalauslastung.

Wir haben uns entschieden, das nicht so zu machen. Grund: unsere Küche kann parallel Frühstück und andere Speisen zubereiten. Das erfordert etwas mehr Organisation, aber es bringt einen riesigen Mehrwert für unsere Gäste – und macht uns unterscheidbar. In Zeiten wo jedes zweite Café am Yppenplatz ähnlich aussieht, ist ein solches Detail Gold wert.

Und die Qualität?

Berechtigte Frage: wenn ein Café Frühstück bis 15 Uhr macht, ist das dann wirklich frisch – oder wurde das um 8 Uhr fertig gemacht und liegt jetzt fünf Stunden im Wärmeschrank?

Ehrliche Antwort: bei uns wird jedes Frühstück auf Bestellung frisch zubereitet. Eier werden erst geschlagen wenn du sie bestellst, Baked Beans erst aufgewärmt wenn du sie orderst, Pancakes erst gebacken. Deshalb dauert ein Frühstück bei uns auch mal 12-15 Minuten – aber es kommt wirklich frisch an den Tisch. Der Kaffee kommt sowieso immer frisch, das versteht sich von selbst.

Was Regionalität und Bio damit zu tun haben

Ein Nebeneffekt unseres langen Frühstücksfensters: unsere Zutaten müssen einen ganzen Servicetag frisch bleiben. Das geht nur mit hochwertigen, ehrlichen Zutaten. Ein Industrie-Ei aus Kalifornien-Massenhaltung hält vielleicht 3 Wochen im Kühlhaus, verliert dabei aber deutlich Geschmack.

Unsere Bio-Eier von Höllerschmid aus Niederösterreich werden mehrmals pro Woche frisch geliefert. Genauso NÖM-Milchprodukte. Und unser Wiener Sauerteig-Brot kommt täglich frisch aus der Bäckerei. So können wir mit gutem Gewissen auch um 14:45 Uhr noch ein Frühstück servieren, das wie um 9 Uhr schmeckt.

Regionalität ist hier nicht nur eine ökologische Entscheidung – sondern eine praktische. Kurze Lieferwege = frischere Produkte = besseres Frühstück, egal zu welcher Uhrzeit.

Warum am Yppenplatz besonders

Wir sind am Yppenplatz, im 16. Bezirk – abseits der klassischen "Innenstadt-Cafés". Wenn du im Westen Wiens wohnst, in Ottakring, am Brunnenmarkt einkaufst oder aus dem 15. oder 17. Bezirk kommst, ist der Weg zu uns kurz. Und wenn du weiter draußen wohnst: der Yppenplatz ist eine kleine Reise wert – das Grätzl, der Markt, die Atmosphäre.

Der Yppenplatz hat gutes Frühstück verdient. Und lange Frühstückszeiten passen zu seinem Rhythmus – der Platz erwacht am Vormittag, wird über Mittag lauter, wird nachmittags entspannter. Frühstück bis 15 Uhr passt hier einfach.

Preis-Frage: kostet spätes Frühstück mehr?

Nein. Ein Fridas Best (unser Signature-Frühstück) kostet um 14 Uhr genau dasselbe wie um 9 Uhr: € 18,90. Kein "Nachtragszuschlag", kein Sonderpreis. Für uns wäre alles andere Gehirnakrobatik ohne Mehrwert.

Frühstück, wenn's dir passt.

Bio, regional, täglich bis 15 Uhr. Am Yppenplatz.

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