Frenchtoast in Wien.
Wer macht ihn richtig?
Bio-Eier, Wiener Sauerteig, richtige Butter, ehrliches Beerenkompott. Was echten Frenchtoast ausmacht – und warum bei uns jede Zutat einen Namen hat.
Frenchtoast klingt einfach. Ist es auch – im Prinzip. Aber genau diese "einfachen" Rezepte sind die, bei denen sich die Spreu vom Weizen trennt. Wenn nur wenige Zutaten drin sind, muss jede einzelne wirklich sitzen.
Frenchtoast (die Wiener sagen manchmal auch "Arme Ritter") ist unser meistbestellter süßer Frühstücksklassiker. Und wir werden regelmäßig gefragt: "Was macht euren so besonders?" Kurze Antwort: nichts Besonderes – nur die Zutaten und die Sorgfalt.
Die 4 Zutaten, die entscheiden
1. Das Brot – aus Wien, mit Sauerteig
Klassischer Frenchtoast wird oft mit Toastbrot gemacht. Fluffig, weich, unauffällig. Und geschmacklich total mediokre. Wir verwenden stattdessen unser Wiener Sauerteig-Brot – von einer Bäckerei, mit der wir seit Jahren zusammenarbeiten. Frisch geliefert, mit einer Kruste die Widerstand leistet, und einem inneren Aroma das Zeit hatte zu entwickeln.
Warum wichtig? Weil Sauerteig eine ganz andere Textur nach dem Einlegen in die Ei-Milch-Mischung hat: außen goldbraun-crispy, innen saftig-cremig. Toastbrot wird an derselben Stelle bloß matschig.
2. Das Ei – Bio von Höllerschmid
Bei einem Gericht bei dem das Ei die Textur- und Geschmacks-Basis bildet, kann man nicht auf das Ei sparen. Unsere Bio-Eier stammen von Höllerschmid in Niederösterreich – Auslaufhühner mit biologischer Fütterung, dunkelorange Dotter, frisch und mit vollem Geschmack.
Das schmeckt man tatsächlich. Ein Frenchtoast mit Höllerschmid-Eiern hat einen tieferen, wärmeren Geschmack als einer mit Discount-Käfig-Eiern. Kein Marketing, das ist einfach Chemie: bessere Ei-Qualität = mehr Aromen, die beim Braten freigesetzt werden.
3. Die Milch – NÖM aus Niederösterreich
Für die Ei-Milch-Mischung verwenden wir NÖM-Vollmilch, aus dem NÖM-Frischebotschafter-Programm. Kurze Wege, frische Milch, ehrliche Landwirte. Nicht das billigste, aber deutlich das beste im Handel.
4. Die Butter zum Braten – Bio, kein Streichfett
Wir braten in Bio-Butter. Nicht in irgendeinem geschmacksneutralen Öl, nicht in Palmfett, nicht in "pflanzlicher Alternative". Butter gibt beim Braten diesen leicht nussigen, karamellisierten Ton, der einen guten Frenchtoast auszeichnet. Nicht dünn genug, dass er das Sauerteigbrot aromatisch dominiert – aber dick genug, dass er präsent ist.
Was oben drauf kommt
Zwei Optionen bei uns:
Klassisch: Ahornsirup, Puderzucker, ein NÖM-Joghurt-Klecks. Der Wiener Sauerteig macht sich hier ganz besonders gut, weil er nicht so süß ist und den Sirup gut aufnimmt.
Mit Beerenkompott: Hausgemachtes Kompott aus saisonalen Beeren – Erdbeere, Himbeere, Brombeere, je nach Saison von Bauern vom Brunnenmarkt (direkt vor unserer Tür). Nicht überzuckert, mit leichter Vanille-Note, warm serviert.
Und wenn du vegan bist?
Für vegane Gäste haben wir eine eigene Variante: Wiener Sauerteig in einer Mischung aus Hafermilch, geschlagenem Bio-Bananenpüree und Zimt gewendet, in Bio-Kokosnussöl gebraten. Ohne Ei, aber mit einer ähnlichen Textur und einem eigenständigen Aroma.
Wichtig: kein "Ei-Ersatz aus dem Pulverbeutel". Wir machen die vegane Variante mit natürlichen Zutaten, die auch geschmacklich Sinn ergeben. Deshalb ist das kein Kompromiss, sondern ein eigenständiges Gericht auf der Karte.
Frenchtoast selber machen – unser Rezept
Wenn du unseren Frenchtoast zu Hause nachmachen willst, hier die Grundformel für 2 Personen:
- 4 dickere Scheiben Sauerteig-Brot (leicht altbacken ist ideal)
- 2 Bio-Eier
- 150 ml Vollmilch
- 1 TL Zimt
- 1 Prise Salz
- 1 EL brauner Zucker (optional)
- Bio-Butter zum Braten
Eier, Milch, Zimt, Salz, Zucker gut verquirlen. Brotscheiben ca. 30 Sekunden pro Seite in der Mischung baden (nicht zu lange – sonst Matsche). In einer Pfanne bei mittlerer Hitze in Butter goldbraun braten, ca. 3-4 Minuten pro Seite. Sofort servieren, mit Ahornsirup, Beeren, was auch immer dir schmeckt.
Tipp: Wenn du's einmal richtig machen willst – hol dir das Sauerteigbrot aus einer echten Wiener Handwerksbäckerei, nicht aus dem Supermarkt. Der Unterschied ist enorm.
Warum sich der Weg zu uns lohnt
Wenn du im Westen Wiens bist – am Yppenplatz, in Ottakring, im 15. Bezirk oder darüber hinaus – hast du bei uns einen kurzen Weg zu einem Frenchtoast, der mit ehrlichen Zutaten gemacht ist. Bio-Ei aus Niederösterreich, Sauerteig aus Wien, hausgemachtes Beerenkompott. Keine Abkürzungen bei der Qualität, kein Frenchtoast von der Rolle.
Und weil wir Frühstück bis 15 Uhr servieren, hast du Zeit. Ob du um 9 Uhr kommst oder um 14 Uhr – der Frenchtoast schmeckt gleich, und der Kaffee dazu auch.
Zeit für einen Frenchtoast?
Bio-Eier, Wiener Sauerteig, hausgemachtes Kompott. Bis 15 Uhr.
Frühstückskarte → Tisch reservieren →